Lese 2026

Wir melden uns zurück – mit einer erfolgreichen Weinlese im Rücken und einem kurzen Rückblick auf einen außergewöhnlichen Jahrgang.

Lesebericht

Wir melden uns zurück – mit einer erfolgreichen Weinlese im Rücken und einem kurzen Rückblick auf einen außergewöhnlichen Jahrgang.
Nachdem wir uns zum „Abkühlen“ ein paar schöne Urlaubstage in Spanien gegönnt hatten, ging es zu Hause direkt los: Durch die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen hatten die Trauben einen enormen Reifeschub bekommen. In den kleinen Beeren konzentrierte sich der Zucker immer stärker. Deshalb machten sich Sebastian und Thomas bereits in der zweiten Augustwoche daran, den Keller gründlich zu putzen und alles für die Lese vorzubereiten.

Am 18. August starteten wir schließlich mit der Traubenlese – so früh wie selten zuvor. Zunächst suchten wir ganz gezielt einige Spätburgunderweinberge für unseren Rosé aus. Die Trauben waren bereits weit in ihrer Reife, sollten aber nicht zu alkoholreich werden. Schließlich schätzen wir unsere Roséweine besonders leicht und frisch – mit maximal 12 % vol.
Einige Regenfälle brachten anschließend noch etwas Wasser in die Trauben. Bereits in der letzten Augustwoche ernteten wir Frühburgunder und Spätburgunder für unsere Rotweine. Auch bei den Weißweinen blieben wir dran: Cabernet Blanc und Grauburgunder gefallen uns als Gutsweine mit etwa 12,5 % vol. deutlich besser als mit 13 oder sogar 13,5 % vol. Deshalb kamen auch diese Trauben noch im August in den Keller.
In der ersten Septemberwoche wurden dann alle weiteren Burgundersorten gelesen. Den Abschluss bildeten Riesling und Cabernet Sauvignon – und das bereits am 9. September!
An diesem Datum haben wir in manchen Jahren gerade erst damit begonnen, den Keller vorzubereiten, ohne ernsthaft an die Lese zu denken. Als kleiner Nachzügler folgte in dieser Woche noch unser Syrah.

Verrückt!

Insgesamt blicken wir auf eine sehr schöne Lese zurück. Die Trauben waren außergewöhnlich gesund. Der Ertrag fiel wie erwartet niedrig aus, blieb für uns aber verkraftbar.

Gerade in einem solchen Jahr zeigt sich, wie wichtig die Handlese für unsere hochwertigen Weine ist. Nur so können wir bereits im Weinberg gezielt auswählen und die Trauben so schonend wie möglich ernten. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei unserem großartigen Leseteam bedanken!
Gleichzeitig hat sich die Technik moderner Vollernter enorm weiterentwickelt. Angesichts steigender Kosten und höherer Mindestlöhne sind sie für unsere Basisweine inzwischen eine qualitativ überzeugende und wirtschaftlich sinnvolle Alternative.
Inzwischen sind die ersten Weine bereits durchgegoren. Sie zeigen eine überraschende Frische und Leichtigkeit, wirken schon jetzt wunderbar ausgewogen und machen große Freude. Wir sind gespannt auf ihre weitere Entwicklung – und auf die ersten Füllungen im Frühjahr 2027.

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